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Zufriedenheit, Dankbarkeit und Wandel – Beweggründe des Neu-Pensionärs und ehemaligen stellvertretenden Schulleiters Ludger Fortmann (gbs)

Unter den aktuellen Herausforderungen um Abstand und Hygienemaß­nahmen wurde Ludger Fortmann am Freitagvormittag in kleiner, aber feierlichen Runde im Schulrestaurant der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen Landkreis Grafschaft Bentheim in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

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In der Runde seiner engsten Kolleginnen und Kollegen wurde der stell­vertretende Schulleiter Ludger Fortmann nach insgesamt 37 Schuljahren (33 davon an den gbs) gebührend in den Ruhestand verabschiedet.

Zu Beginn der Veranstaltung gab Schulleiter Holger de Vries einen Rück­blick auf das berufliche Leben des angehenden Ruheständlers:

Der in Fürstenau geborene Ludger Fortmann studierte nach dem Abitur in Quakenbrück zunächst Bauingenieurwesen, dann Bautechnik als Lehrer an den Berufsbildenden Schulen mit dem Unterrichtsfach Theologie in Hannover. Das Referendariat absolvierte er 1983-85 in Wolfenbüttel und Hildesheim. Im August 1987 kam er dann als Studienassessor an die gbs und wurde nach vier Jahren zum Studienrat sowie im August 1990 zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Weitere zehn Jahres später setzte er die Karriere­planungen weiter um und wurde im Jahr 2000 zum Oberstudienrat mit den Aufgabenbereichen Teamleitung in der Grundbildung Holztechnik (BGJ, BVJ), Teamleitung Gefahrstoffe und Teamleitung des Teams Umwelt befördert. Das Team Umwelt war ihm dabei ein besonderes Herzens­anliegen. Von manchen Kollegen belächelt führte er schon 1996 ein Regenwassernutzungssystem in der Bautechnik der gbs ein, welches es der Schule erlaubt, seitdem kein Trinkwasser mehr in dieser Abteilung zu verwenden. Auch bei der schuleigenen Photovoltaik-Anlage hat er federführend mitgewirkt. Seit 2004 nahm er diverse Kursleitungs- und Referententätigkeiten in der Holztechnik wahr und 2006 gründete er eine Schülerfirma im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Seit Februar 2011 agierte Ludger Fortmann als ständiger Vertreter des Schulleiters und wirkte in dieser Position unter anderem bei der Einführung von Untis als Stundenplanungssystem an den gbs, bei der Einführung und Umsetzung der neuen Teamstrukturen an der Schule und bei der Weiterentwicklung der Schulverfassung und Organisationsstruktur verantwortlich mit. Unter anderem leitete er zwischenzeitlich den Fachbereich Metalltechnik kom­missarisch. Auch die Jahresstatistik zu Schülerzahlen, Klassenplanungen und Unterrichtsversorgung wurde von ihm durchgeführt. Der Schulleiter Holger de Vries dankte Ludger Fortmann für sein Wirken und Engagement für die gbs als Studienrat, Oberstudienrat und Studiendirektor mit einem „sehr gut“ im sozusagen letzten Abschlusszeugnis und wünschte ihm alles Gute ihm und seiner Familie für den neuen Lebensabschnitt, viel Ruhe und Aktivität im Ruhestand sowie viele schöne Jahre im Kreise der Familie. In der Zukunft habe er dafür als langjähriger Vorsitzender des Leichtathletik­club Nordhorn für diesen Verein, seinen eigenen Ausdauersport, für das relativ neue Hobby des Klavierspielens und das Sprachenlernen umso mehr Zeit und Muße.

Auch von Seiten des Personalrats als Vertretung des gesamten Kollegiums und von den Sprechern der Fachbereiche Holztechnik sowie Religion (bei separaten Verabschiedungen) wurden Ludger Fortmann und seine Tätig­keiten an unserer Schule gewürdigt und Geschenke überreicht.

Ludger Fortmann nutzte die Gelegenheit zur Rückbesinnung auf die ei­genen Beweggründe seines Werdegangs, die sich in den wesentlichen Punkten Zufriedenheit, Dankbarkeit und Wandel widerspiegeln:

Ein wesentlicher Aspekt für die Wahl des Berufs als Lehrer an Be­rufsbildenden Schulen war schon immer sein Streben, junge Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, das ihnen Eigenständigkeit und Weiterbildungsmöglichkeiten einrichte. Wenn es dann auch noch gelingt, die eigene Überzeugung für den Beruf in einer Art und Weise an Ju­gendliche weiterzugeben, dass diese zu einem selbstbestimmtes Leben qualifiziert werden, sie also nicht nur fachlich zu bilden, sondern in ihrer ganzheitlichen Entwicklung zu begleiten, dann schaffe wohl diese berufliche Aufgabe eine große Zufriedenheit. Letztere habe sich für Herrn Fortmann aber auch fortlaufend durch das Arbeiten in Berufs- und Fachteams und durch seine eigene berufliche Weiterbildung ergeben.

Somit schließt sich an, dass der Pensionär für die Schaffung der be­ruflichen Zufriedenheit seine Dankbarkeit aussprechen wolle: An erster Stelle stehe hier die eigene Familie, die ihm für den beruflichen Werdegang den Rücken frei gehalten und ihn somit optimal unterstützt habe. Als nächstes gelte den direkten Kollegen – den Mitgliedern des Schul­leitungsteams der gbs – Dank für Vertrauen, für die Übertragung von Verantwortung und für die Möglichkeit zum selbstständigen Arbeiten. Es sei auch den Mitarbeitern der Verwaltung zu danken, ohne deren organisa­torischer Unterstützung das Arbeiten erschwert worden wäre. Die Arbeit im Bereichsteam der Holztechnik und in den Fachteams Religion und In­formationsverarbeitung habe das berufliche Arbeiten stark geprägt – allen Kolleginnen und Kollegen dieser Teams sprach der stellvertretende Schulleiter seinen Dank für die kollegiale Zusammenarbeit aus.

Als dritten Aspekt sprach Ludger Fortmann den Wandel an. Nicht nur dieser kommende Schritt werde einen Wandel in seinem Leben ver­ursachen: von der Arbeit zum Ruhestand, vom hektischen Schulalltag zu einem ruhigen Alltag. Er sei aber optimistisch, diesen Wandel optimal durchführen zu können, denn Wandel habe in seinem Berufsfeld schon immer existiert: Es gab große Veränderungen in der Kommunikation, in der Arbeit von Maschinen (CNC-Technik) und in der PC-Technik, Umbauten und Modernisierungen des Schulgebäudes sowie des Gebäudeumfeldes, personelle Wechsel innerhalb des Kollegiums und nicht zuletzt der Strukturwandel in der Stadt Nordhorn - von der Textilstadt zur Wasserstadt, Umgestaltung der Fußgängerzone in der Innenstadt. All dies sind nur wenige Beispiele für einen immer existenten Wandel.

Wer zufrieden in Leben und Beruf sowie gleichzeitig dankbar dafür ist, der ist sicherlich in der Lage, die Veränderungen zu meistern und das Pensionär-Dasein zu genießen. Mit dieser Botschaft wünscht die gesamte Schulgemeinschaft der gbs dem engagierten nun ehemaligen stellver­tretendem Schulleiter Ludger Fortmann alles Gute für die Zukunft und einen langen wohlverdienten Ruhestand.

Die Veranstaltung mündete in ein gemütliches Beisammensein im kleinen Kreis.

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