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Eröffnung des Prüf- und Fertigungszentrums Kunststofftechnik der GBS Grafschaft Bentheim

Bild 180628_01Am Montag, 25.06.2018, eröffnete die Schulleitung der GBS gemein­sam mit Vertretern des Landkreises Grafschaft Bentheim und mit Mit­gliedern des Kunststoffnetzwerks, Firmenvertretern und Ausbildern der kunststoffverarbeitenden Be­triebe sowie Vertretern der Wirt­schaftsförderung und Wirtschafts­vereinigung das neue Prüf- und Fertigungszentrum Kunststofftechnik an den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen des Landkreises (GBS).

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„Produkte aus Kunststoff sind ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens. Vor allem tragen sie auch zur Schonung der natürlichen Ressourcen, zur Einsparung von Energie und zum Klimaschutz bei: Kunststoff wird aus organischen Rohstoffen hergestellt. Das können Erdöl oder Erdgas sein, Kohle oder auch nachwachsende Rohstoffe. Kunststoff leistet viel und verbraucht wenig. Über achtzig Prozent des Erdöls und Erdgases in Deutschland werden zum Heizen, zur Energieerzeugung und für Trans­portzwecke verbraucht, aber nur etwa vier bis sechs Prozent zur Erzeugung von Kunststoff. Aus Kunststoffen werden vielfältige Produkte hergestellt, die aus dem modernen Leben nicht wegzudenken sind.“ (www.kunststoff­kanns.de).

Wie aber werden diese Kunststoffprodukte eigentlich erstellt? Das lernen die Auszubildenden zum Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik in den Betrieben und als Teil der dualen Ausbildung an den GBS in Nordhorn. Um eine sowohl moderne als auch praxisnahe Ausbildung in der Berufsschule zu gewährleisten, entwickeln sich die GBS als Kompetenzzentrum der Grafschaft Bentheim stetig weiter:

Nachdem bereits im Jahr 2012 ein erstes Prüflabor an den GBS eingeweiht wurde, das für verschiedene Versuche zur Prüfung von Eigenschaften von Kunststoffen diente und von Berufsschülern sowie für das Berufsorien­tierungskarussell anderer Schulen genutzt wurde, entstand 2018 ein ganz neues Konzept: Seit heute sollen nicht nur Dichtebestimmungen oder Brennproben bis hin zu Zugversuchen durchgeführt werden können, sondern eben auch die eigene Fertigung von Kunststoffprodukten.

Die Idee dazu entstand bereits im Schuljahr 2015/16, als mit neuen Kolleginnen und Kollegen auch innovative, kreative Ideen Einzug in das Team nahmen. Man wollte hiermit eine noch realistischer Abbildung des beruflichen Alltags eines Verfahrensmechanikers auch im schulischen Teil der dualen Ausbildung erreichen. Die erste hierfür notwendige Investition war die Anschaffung einer Spritzgießmaschine, für die die notwendige Ausschreibung im Frühjahr 2017 endlich erfolgen konnte. Unterstützung fanden die GBS hierzu in den vielen Ausbildungsbetrieben im kunst­stoffverarbeitenden Gewerbe. Im Februar 2018 konnte die Anlieferung der lang ersehnten Maschine „Boy XS“ erfolgen, in die die Lehrkräfte seit März dieses Jahres eingewiesen wurden und werden.

Allerdings kann der Spritzgießautomat nicht ohne ein entsprechendes Werkzeug in die Produktion gehen, welches die äußere Form für den Kunststoff bildet. Im Mai 2018 erhielten die GBS ein solches Werkzeug für die Produktion eines Kreisels von der Firma Reinert-Ritz bzw. dem Kunststoffnetzwerk und produzierten auch direkt 800 Stück für die Veranstaltung „BAM! BOOM! BANG!“ des Netzwerks.

Zur heutigen feierlichen Einweihung und offiziellen Eröffnung des Lern­zentrums lud die Schulleitung der GBS daher Frau Gülker-Alsmeier als Vertreterin des Landkreises, Herrn Günter Schwank als Ehrenvorsitzenden des Kunststoffnetzwerkes, den Vorsitzenden eben dieses Herrn Rüdiger Köhler, alle Firmenvertreter und Ausbilder der kunststoffverarbeitenden Betriebe, Herrn Hilmes von der Wirtschaftsförderung, Frau Lübbert von der Wirtschaftsvereinigung und weitere interessierte Gäste und Mitwirker ein. Dies sollte zur Vorstellung des neu geschaffenen Labors aber auch zur Stärkung der guten Zusammenarbeit mit den Unternehmen als duale Partner in der regionalen Wirtschaft dienen. Schulleiter Holger de Vries dankte allen Mitwirkern, den Firmen-Sponsoren für die anteilige Finan­zierung, dem Schulträger für die Finanzierung und Unterstützung sowie den Lehrkräften und Mitarbeitern der Schule für die Umsetzung von der Idee bis zum fertigen Lernzentrum.

Der Abteilungsleiter Gerald Brinkmann stellte kurz den Prozess bis zum heutigen Labor vor und gab einen Ausblick auf zukünftige Projekte. So ist vor wenigen Tagen eine Thermoformmaschine eingetroffen, welche auch von vielen Unternehmen in diesem Gebiet sehr aktiv genutzt werden. Auch hier ist nun praxisorientierter Unterricht besser möglich. Im nächsten Sommer wird zum ersten Mal eine Klasse der Fachrichtung Faserver­bundtechnik verabschiedet, welche eine spezielle Umschüler-Klasse darstellt. Der gute Kontakt zu den Ausbildungsfirmen und Ausbildern soll weiter ausgebaut und gefördert werden durch jährliche Treffen der Lehrkräfte mit diesen, durch regelmäßige Betriebsbesichtigungen und Berufsorientierungskarussell.

Herr Günter Schwank nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick auf das Gewerbe der Kunststofftechnik und den Hinweis darauf, dass eine moderne Ausbildung einen wichtigen Beitrag dazu leiste, Fachkräfte für diesen wichtigen Bereich unseres Lebens zu gewinnen. Insbesondere der aktuell schlechte Ruf des „Plastiks“ im Zusammenhang mit Plastikmüll und dessen teils nicht fachgerechte Entsorgung müsse richtiggestellt werden, damit junge Leute sich auch wieder für den Beruf des Verfahrensmechanikers begeistern könnten. Wer sich für eine Ausbildung in diesem Bereich interessiert, kann sich auf der Homepage der GBS unter www.gbs-graf­schaft.de informieren oder sich gerne direkt an die Schule wenden.

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