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BerufsAbitur

Handwerker und Abiturient in einem: Erwerb der Hochschulreife über die duale Berufsausbildung.

Bild BerufsAbitur

 

Das "BerufsAbitur" ist eine Verknüpfung von Gesellenabschluss und allgemeiner Hochschulzugangsberechtigung. Mit der Einführung dieses doppelqualifizierenden Abschlusses soll die Attraktivität der Berufsbildung weiter gestärkt werden. Mit der Initiative sollen leistungsstarke Jugendliche für das Handwerk gewonnen werden.

Im Rahmen der Handwerksinitiative „Höhere Berufsbildung“ hat der Zen­tralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zusammen mit der Kultus­ministerkonferenz (KMK) ein Konzept zur Realisierung eines doppelt­qua­lifizierenden Bildungsgangs erarbeitet. Zur Umsetzung des Konzepts sind alle Interessensgruppen eingeladen. Der Bildungsgang "BerufsAbitur" er­öffnet chancenreiche Bildungs- und Karrierewege im Handwerk und ist ein attraktives Angebot für Jugendliche mit dem Bildungsziel Abitur. Ziel ist die Schaffung eines doppeltquali­fizierenden Bildungsgangs, der durch die Nutzung von inhaltlich-fachlichen Schnittmengen einen Mehrwert für die Absolventinnen und Absolventen realisiert und parallel zu einem aner­kannten Berufsabschluss und zum Erwerb der Hochschulreife führt.

Wie ist der aktuelle Stand beim Thema BerufsAbitur?

Mit dem Schul- und Ausbildungsjahr 2017/18 werden im Herbst sechs Bundesländer Pilotprojekte starten, um die Praxistauglichkeit der Modell­varianten zu testen: Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersach­sen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen.

Welche Vorteile ergeben sich für Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss?

Aus Sicht der Jugendlichen ergibt sich aus dem einheitlich doppelquali­fizierenden Bildungsgang der Mehrwert, dass keine vorzeitige Festlegung auf einen bestimmten Bildungsweg getroffen werden muss. Mit den Abschlüssen Gesellenbrief und allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) kann eine berufliche Zukunft aufgebaut werden. Durch den Bildungsgang wird eine hervorragende Basis geschaffen, um im Rahmen des Konzepts „Höhere Berufsbildung“ weiterführende Karrierewege im Handwerk, wie z. B. Meister/-in, Geprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin und Betriebswirt/-in (HwO) zu beschreiten. Der doppelqualifizierende Bildungs­gang bringt einen Zeitgewinn von einem Jahr bis zu anderthalb Jahren. Mit der Ausbildungsvergütung wird vom ersten Tag an eigenes Geld verdient.

Welche Vorteile ergeben sich für den Ausbildungsbetrieb?

Die beteiligten Betriebe verfügen über ein Instrument zur Ansprache einer ganz bestimmten Zielgruppe, der Gruppe mit dem Bildungsziel Abitur und können ihre offenen Ausbildungsstellen entsprechend besetzen. Es er­geben sich Vorteile vor dem Hintergrund einer erhöhten Motivation der Nachwuchskräfte, die eine attraktive Perspektive im Handwerk haben. Die erlangte Berufsfähigkeit in Verbindung mit einer hohen betrieblichen Passung und Bindung erleichtert die betriebliche Fachkräftesicherung. Es bietet sich die Chance, in 4 Jahren die Jugendlichen für eine Karriere im Betrieb zu begeistern.

Wie geht’s?

Die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer, in deren Bezirk die Aus­bildung stattfinden soll, vermittelt einen Ausbildungsbetrieb und stellt den Kontakt zum jeweiligen Schulzentrum her. Finden Auszubildende und Handwerksbetrieb zusammen, wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen.

 

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